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Christian Kunz, 29. April 2020

Welches sind die wichtigsten Rankingfaktoren für Google, und welche Kriterien fallen weniger ins Gewicht? Mit dieser Frage hat sich eine neue Studie beschäftigt und die Faktoren mit den höchsten Korrelationen zu den Rankings identifiziert.

In der aktuellen Studie von Backlinko wurden 11,8 Millionen Suchergebnisse untersucht. Ziel war es, die wichtigsten Rankingfaktoren zu identifizieren. Dabei ergaben sich diese Erkenntnisse:

We Analyzed 11.8 Million Google Search Results. Here’s What We Learned A…

A large-scale analysis of 11 million Google search results. We look a how content, backlinks and several other f…

1. Die gesamte Link Authority einer Website (gemäß dem SEO-Tool Ahrefs) weist eine starke Korrelation mit besseren Rankings auf.

2. Seiten mit vielen Backlinks ranken über Seiten mit weniger Backlinks. Im Schnitt besitzt die Seite auf Position eins 3,8mal mehr Backlinks als die Seiten auf den Positionen zwei bis zehn.

3. Auch die Content-Tiefe spielt eine wichtige Rolle. Es kommt darauf an, Themen möglichst umfassend zu behandeln.

4. Keine Korrelation wurde dagegen gefunden zwischen der Ladezeit und den Rankings auf der ersten Seite.

5. Es scheint wichtig zu sein, Backlinks von vielen unterschiedlichen Websites zu erhalten. Die Zahl der Domains, die auf eine Seite linken, wies eine Korrelation mit den Rankings auf.

6. Die große Mehrheit der Title-Tags entsprach tatsächlich den Keywords, für welche eine Seite rankte.

7. Die Page Authority (gemäß Ahrefs) zeigte nur eine geringe Korrelation zu den Rankings.

8. Die Anzahl der Wörter war zwischen den Top-10-Ergebnissen gleich verteilt. Die durchschnittliche Wortanzahl für Ergebnisse auf der ersten Suchergebnisseite lag bei 1447.

9. Keine Korrelation zeigte sich zwischen dem Umfang des HTML-Codes und den Rankings. Das bedeutet: Auch Seiten mit einem größeren Datenvolumen haben gute Rankingchancen.

10. Eine geringe Korrelation wurde gefunden zwischen der Länge der URLs und den Rankings. Kurze URLs scheinen leichte Vorteile gegenüber längeren URLs zu besitzen, wenn es um die Rankings geht.

11. Zwischen der Verwendung strukturierter Daten und den Rankings wurde keine Korrelation festgestellt. Dazu muss gesagt werden, dass Google immer wieder betont hat, dass sich strukturierte Daten nicht auf die Rankings auswirken. Es geht hier vor allem darum, durch die Anzeige von Rich Snippets präsenter in der Suche zu sein und Google dabei zu helfen, die Inhalte einer Seite zu verstehen, damit sie für die richtigen Suchanfragen angezeigt wird.

12. Websites mit einer überdurchschnittlichen Verweildauer der Nutzer verfügen tendenziell über bessere Rankings. Eine Steigerung der Verweildauer um drei Sekunden entspricht dabei der Verbesserung um eine Position in den Suchergebnissen.

Auch wenn es sich bei den Ergebnissen lediglich um Korrelationen handelt und daraus nicht automatisch kausale Zusammenhänge abgeleitet werden können, sind die Daten durchaus interessant und zeigen mögliche Optimierungsansätze.

Dabei sollten aber keine voreiligen Schlüsse gezogen werden. Selbst wenn sich zum Beispiel ein Kriterium laut Studie nicht auf die Rankings auswirkt, kann es dennoch positive Auswirkungen für die Nutzer haben und sich damit zumindest indirekt positiv auf die Rankings auswirken – etwa dadurch, dass die Nutzer dann eher geneigt sind, einen Link auf die Seite zu setzen.

https://www.seo-suedwest.de/5782-wichtigste-rankingfaktoren-fuer-google-neue-studie-zeigt-korrelationen.html